Aufforstung und Schaffung einer reinen Naturschutzzone
in Togo, West-Afrika
Bei unserem Klimaschutzprojekt, welches wir in 2012 unterstützen, geht es neben der Schaffung einer reinen Naturschutzzone durch Aufforstung gleichzeitig um die Förderung von sozialen Projekten und Einrichtungen vor Ort. Projektstandort ist Kpalimè in der Provinz Plateaux, welches sich im mittleren Südwesten Togos befindet.
Situation in der Projektregion:
- es fehlen dauerhafte Arbeitsplätze, große Landflucht besteht;
- es mangelt an der medizinischen Versorgung;
- es fehlen Brunnen zur Bereitstellung von Trinkwasser;
- es fehlen Schulen und Kindergärten bzw. die Ausstattung der bestehenden ist unzureichend;
- es fehlt an grundsätzlichen Dingen.
Im Rahmen des Klimaschutzprojektes werden 1.000 ha reine Naturschutzzone geschaffen. Bislang ungenutzte Brachflächen, die vor mehr als 60 Jahren bewaldet waren, werden wieder mit einheimischen Baumarten aufgeforstet. Das aufgeforstete Gebiet bleibt unbewirtschaftet und naturbelassen; es wird nicht als Nutzfläche ausgewiesen. Abgesehen von der Kohlenstoff-Gewinnung soll die gezielte Pflanzung die Erosion eindämmen, das Mikroklima verbessern sowie Tieren einen Schutzraum bieten. Die Naturschutzzone unterliegt strengen Kontrollen.
Neben der Aufforstung unterstützt das Klimaschutzprojekt soziale Projekte in der Region. Das Projekt setzt hier an vielen Stellen an:
- Vor Ort werden dauerhafte Beschäftigungsverhältnisse geschaffen, womit auch der großen Landflucht entgegengewirkt wird.
- Zahlung von Gehalt, welches über dem gesetzlichen Mindestlohn liegt, sowie Bereitstellung einer regelmäßigen medizinischen Grundversorgung.
- Errichtung einer Entbindungsstation vor Ort (in der Region werden monatlich im Schnitt 29 Kinder geboren).
- Einrichtung von Schultoiletten.
- Kostenübernahme von besonders Bedürftigen: für gänzlich mittellose Einwohner werden die Kosten für die Entbindung und Grundversorgung übernommen.
- Kostenfreie Schuluntersuchung: Schüler werden einer ärztlichen Untersuchung unterzogen.
- Beleuchtung öffentlicher Plätze und Einrichtungen: in 21 Dörfern der Region werden in einem ersten Schritt öffentliche Plätze sowie Versammlungshütten mit Solarlampen ausgestattet. Bisher benutzte Petroleumlampen werden damit ersetzt. Sechs Einheimische werden in den Bau, der Funktionsweise sowie der Wartung und Reparatur der Solarlampen eingearbeitet und ausgebildet.
- Umweltunterrichtung: in Schulen wird ein Programm zur Umweltbildung erarbeitet. Schwerpunkt ist die neue Naturschutzzone; Schüler übernehmen eine aktive Rolle im Bereich Pflege und Erhaltung der Zone.
- Brunnenbau: insgesamt fehlen in dieser Region zwölf Brunnen. Vier werden im Rahmen des Klimaschutzprojektes gebaut, für die weiteren acht werden Sponsoren gesucht. Der Bau der Brunnen erfolgt durch einheimische Arbeitskräfte und Firmen unter der Leitung von natureOffice.
- Im Zuge des Projektes entstehen für alle lokalen Gruppen Sozialprojekte, die mit Hilfe der Projektgesellschaft mit neuen Materialien ausgestattet werden und Hilfe bekommen.
natureOffice greift mit der Zertifizierung dieses Klimaschutzprojektes die Situation und Problematik vor Ort auf. Schrittweise soll die Situation verbessert werden. Der Bau eines Verteilerzentrums für Hilfsgüter in Kpalimé gewährleistet zusätzlich, dass gezielte Unterstützung bedarfsgerecht verteilt wird. Wir finden: eine sehr gute Sache, die neben der Aufforstung und Errichtung einer Naturschutzzone auch die Situation der Menschen vor Ort berücksichtigt und nachhaltig dauerhaft verbessert.
Falls Sie Fragen haben, erreichen Sie uns telefonisch unter 09 31/3 54 38-70 oder über info@printzipia.de.

